„Schule vorbei - und jetzt?“       -  Fachtagung am 09.11.19

 

 

 

 

 

Zu dieser Tagung im Freizeitheim in Vahrenwald/Hannover kamen etwas über 100 Teilnehmer wie Eltern, Lehrer und Therapeuten sowie auch Schüler, die sich in Abschlussklassen befanden und, die sich über den Umgang mit ihrer Legasthenie oder Dyskalkulie für die Ausbildung oder für das Studium informieren wollten. Die verschiedenen Vorträge gaben hier  einen guten Einblick in die Entwicklung von Legasthenie und Dyskalkulie.  Besonders interessant war dann auch der Bereich der Umsetzung der Nachteilsausgleiche in der Ausbildung sprich den berufsbildenden Schulen sowie im Studium an den Universitäten und Fachhochschulen. Auch die Podiumsdiskussion der Jungen Aktiven des Bundesverbandes Legasthenie e.V. ließ das Auditorium Einblicke in bestehende Erfahrungen junger Erwachsener geben, die in der Ausbildung, im Studium und im Beruf standen.

 

 

 

 

 

Folgende Vorträge fanden auf der Fachtagung statt:

 

 

 

 

 

"Wortbild-Jäger und Buchstaben-Sammler"

 

 

Ein Überblick über evolutionäre und neurobiologische Ursachen der  Teilleistungsstörungen

 

Die Ursachen von Lese-Rechtschreibstörungen und Rechenstörungen sind vielfältig und komplex. Bei vielen betroffenen Menschen zeigen sich neurologische Auffälligkeiten sowie Störungen der visuellen und auditiven Verarbeitung. Auch Sprachentwicklungsverzögerungen finden sich gehäuft. Zudem zeigt sich eindeutige familiäre Häufung, die auf eine genetische Ursache hinweist. Diskutiert wird ebenfalls der Einfluss des sozioökonomischen Status und des Konsums elektronischer Medien.

 

Dr. med. Oliver Dierssen, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendbuchautor, gab einen unterhaltsamen Abriss über die Geschichte der "Wortblindheit" und fasste den aktuellen Stand der medizinischen Forschung und der aktuellen Förder- und Behandlungsmöglichkeiten für betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen.

 

 

 

Nachteilsausgleiche für Studierende mit Legasthenie aus rechtlicher,

empirischer und praktischer Perspektive

 

 

Die Referentin Frau Gattermann-Kasper ist Koordinatorin für die Belange von Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten; Beauftragte für die Belange von Studierenden mit Behinderungen gemäß § 88 HmbHG.

 

 

Grobgliederung des Vortrages:

 

§  Studieren mit Beeinträchtigungen - Begriffliche Klärungen & Basisdaten

 

§  Nachteilsausgleich bei Legasthenie – rechtlich

 

§  Nachteilsausgleich bei Legasthenie – empirisch

 

§  Nachteilsausgleich bei Legasthenie – praktisch

 

 

An deutschen Universitäten und Hochschulen studieren seit vielen Jahren Studierende mit Legasthe­nie. Sie haben einerseits das Recht auf angemessene Nachteilsausgleiche – zugleich gibt es aber auch Konflikte, weil nicht alle aus der Schulzeit bekannten Maßnahmen an den Universitäten und Hoch­schulen bewilligt werden. Im Vortrag wurden die Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs für Studierende mit Legasthenie aus rechtlicher, empirischer und praktischer Perspektive behandelt.

 

 

 

„Der Nachteilsausgleich - Anspruch und Anwendung im vollzeitschulischen

und dualem Bereich an berufsbildenden Schulen"

 

 

In diesem Vortrag wurde auf die unterschiedlichen Schulformen in der BBS eingegangen sowie auch über den Nachteilsausgleich von der Berufseinstiegsschule bis zum Beruflichen Gymnasium gesprochen.

 

Frau Buck und Frau Doberstein deckten den vollzeitschulischen Bereich der BBS ab und Frau Peters dann den dualen Ausbildungsteil.

Inhalte:

 

·         Nachteilsausgleich im Berufsbildenden  Schulwesen

 

·         Fachpraktikerausbildungen (Voraussetzungen und mögliche Fachpraktikerausbildungen)

 

o   reguläre Ausbildung mit Nachteilsausgleich (bei Prüfungen der HWK)

 

o   Verlängerung der Ausbildungszeit, bzw. Teilzeitausbildung

 

o   Durchlässigkeit der Berufe (reguläre und Fachpraktiker)

 

 

 

 

 

 

 

Vorstellung und Podiumsdiskussion der Jungen Aktiven im BVL

 

 

 

Junge Erwachsene mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie erzählten von ihren Wegen in Ausbildung, Studium und Beruf. Weitere Themen waren:   Nach der Schule: Was half mir, was war schwierig? Ungerade und unterschiedliche Wege, na und? Auch Antworten auf Fragen zum Thema „Aus eigener Erfahrung“ kamen zur Sprache. Eine Podiumsdiskussion rundete dieses Thema ab.

 

 

 

               

 

 

 

Aktuelles:

Hier finden Sie die Termine 2020 unserer Selbsthilfegruppe Wunstorf.

Terminplakat 2020 Selbsthilfegruppe Wuns
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"I wonder" - ausgezeichnet mit dem Preis des Hochschulrates der Hochschule Mainz und "Bester Kurzfilm 2019" beim Independent StarFilmfest München

Emotionaler Kurzfilm über Legasthenie, veröffentlicht auf YouTube - siehe  Kurzinformation auf unserer Startseite